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例えば:ソーシャル・プラスチック Zum Beispiel: Soziale Plastik

ソーシャル・プラスチック 1
ソーシャル・プラスチック 1

Ich denke, die Zeit ist gekommen, in loser Reihenfolge, in den nächsten Monaten und Jahren, hier in diesem Text, den Begriff der Sozialen Plastik aus der Sicht Japans neu zu überdenken. 40 Jahre Leben in Japan färben ab. Corona zeigt auf eindringliche Weise, dass ich nicht frei bin. Der Staat, als soziales Konstrukt, schränkt mich in meiner Freiheit ein. Herr Querulant, Pseudo-Prof B wäre wahrscheinlich bei den Querdenkern ohne Maske mit marschiert. PCR Test? Fehlanzeige bei Herrn B.
Von der Antike bis zur Gegenwart haben Menschen in unfreien Lebens- und Arbeitsverhältnissen gelebt. Die Jahre 2020 und 2021 hinterfragen erneut den Begriff des frei agierenden Gesellschaftswesens.

Selbstverständlich erwarte ich, Baujahr ’59, keine definitive, für mich befriedigende Antwort,
was Soziale Plastik in Japan soll. Oder, ob jede Japanerin oder jeder Japaner ein (freier) Künstler sein soll, sein darf. Ganz im Gegenteil, bewahr’ mich bitte vor dieser Kunst-Mülltonne, die ich mir jeden Tag über Instagram, Facebook, Twitter und eMail Newslettern von Galerien, wohl oder übel, reinziehen muss. Tief Durchatmen, gute Miene zum bösen Spiel machen.
Das Eco-system der lokalen Kunstszene ist einfach zu fragil, um konstruktive Kritik anzusetzen. Es hat keinen Zweck.
On top of that, NFT gibt dir nun den Rest. Feuchte, pilzbildende Token. News-geile Auktionshäuser kennen keine Skrupel. Denn du fragst dich: war dies die Absicht von Herrn B, den gut gemeinten, erweiterten Kunstbegriff dermassen auszudehnen? Ich denke, eher nicht.

クリスティーズ:ビープルのデジタル作品 NFT(非代替性トークン)「The First 5,000 Days 」69.3 Million 米国ドル (2021/3/12)
Beeple “The First 5,000 Days” NFT Fetches US$69.3 Million @ Christie’s
https://art-culture.world/articles/beeple-ビープル/

村上隆とNFT:芸術家は、死ぬまでの短い数十年間で、その後何百年も対応可能な作品を作らねばなりません。(2021/3/30)
MURAKAMI Takashi thinks, to be remembered hundreds of years later, he has to join shitty NFT: “Murakami Flowers” for dumb NFT digital money speculators
https://art-culture.world/articles/murakami-takashi-村上隆-nft-murakami-flowers/

In loser Folge, je nach Gusto, werde ich hier meine Gedanken zur Sozialen Plastik niederschreiben.
Die Übersetzung ins Englische lautet: Social Sculpture. Ins Japanische, gleichbedeutend: ソーシャル・スカルプチャー.
Plastik mit プラスチック (= Plastik) gleichzusetzen, finde ich im Zeitgeist Kontext adäquater. Obsolete Gegenwartskunst, durchtränkt mit energieverschlingender Plastikscheisse, bis einem schlecht wird. Mit jedem Jahr verdoppelt sich diese unnötige, selbstvergnügende Plaste und Elaste. Persönliche Selbstfindung durch künstliche Plastikscheisse.
Selbstverständlich bleibt dieser Text als künstlerischer Output bestehen, frei nach dem Motto, die Aneignung steht über der Quelle, solange es sich um die Absicht handelt, im Diskurs dem persönlichen Gesamtkunstwerk eine neue, weitere Ebene hinzuzufügen, – ganz im Sinne des erweiterten Kunstbegriffes.
Herr B war damals für mich einfach zu kopflastig, zu deutsch. Jawoll.
Der humoristische Aspekt in seinen Scharlatan-ähnlichen Performances offenbarte sich mir erst viel später. Beuys’ Geistesblitze enthüllten sein Feingespür fürs Historische. Das theatralische Element, Fluxus-artig, wurde wichtigster Bestandteil seiner Marketingstrategie, vor allem, um die Presse für sich zu instrumentalisieren. Der Kunstmarkt und die wenigen Sammler in Deutschland standen anfänglich weniger im Vordergrund.

ソーシャル・プラスチック 2
ソーシャル・プラスチック 2

An der Kopflastigkeit, der intellektuellen Ernsthaftigkeit, der graufarbigen Tristesse in den Werken und am Lehrertum des Herrn B stört sich Herr A bis heute. Die Leichtigkeit, das Multikulturelle, das Feminine, der infantile Spass, die sexuelle Dekadenz, das Farbenfrohe u.a. fehlen mir in den Kunstwerken, im Nachlass des Herrn B. Ein etwas ungelenkig wirkender, nicht Tanzen könnender Mann.

Gezieltes Marketing, “Product Branding”, in der Kunstindustrie via uniformiertem Äusseren, mit Hut und Anglerweste (für die Herren),

ソーシャル・プラスチック 3
ソーシャル・プラスチック 3

oder, wie es momentan der international praktizierende, immens einflussreiche, eloquente japanische Künstler MURAKAMI Takashi erfolgreich praktiziert, – finde ich äusserst fragwürdig.

森美術館前なう!日本一美術家、天才村上隆の超ダサい、米国産、金色うんこ自画像!爆笑!! (2020/11/20)
In Front of The Mori Art Museum, NOW! Japan’s No.1 Artist, Genius MURAKAMI Takashi’s, Made in America, Golden Bullshit Self-Portrait Sucks! ROFL!!
https://art-culture.world/articles/genius-murakami-takashi-天才村上隆/

Ich seziere und stelle fest: mehr denn je, agieren KünstlerInnen als UnternehmerInnen, im Geiste des “Entrepreneurships”. Wir leben in einer wettbewerbs-orientierten und konsum-kapitalistischen Welt, in der Daten des persönlichen Konsumverhaltens Geld wert sind. Ergo müssen KünstlerInnen digitale Daten in Wort und Bild weltweit verschicken, um sich Gehör zu verschaffen. Wer das nicht kann, wer Galeristen und deren Staff nicht mag, wer Agenten und Art Advisors nicht mag, wer KuratorInnen persönlich nicht mag, wer sich nicht auf Englisch artikulieren kann, und und…, bleibt auf der Strecke. KünstlerInnen aus 190 Ländern buhlen um die Gunst der wenigen, professionellen KuratorInnen und SammlerInnen, haschen nach Aufmerksamkeit, wobei narzisstische Persönlichkeitsstörungen an der Norm sind. Dieses Angestrengte nervt auf die Dauer.
“Politics of Painting”, “Politics of Performance Art”, “Politics of Video Art”…, die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Hauptsache eine politische Agenda bleibt für die/den KuratorIn erkenntlich. Ob die “Praxis” als “engaged” oder “nicht engaged” definiert werden kann, bleibt die alles entscheidende Crux. Wie lange in den 60 Jahren von “artistic practice” liesse sich wohl diese Agenda konsequent durchsetzen? Herr B, wie stehen Sie zu China? Wie stehen Sie zu den U.S.A.? Wie stehen Sie zu Russland?
Zeitgenössische Kunst, “art practice” for “spiritual seekers”. Spirituelle Selbstfindung via Kunst. Feminine, gender-spezifische Installationen für Suchende nach einem “raison d’être”. Ich finde es etwas anmaßend, von KünstlerInnen “Heilungen” zu erwarten. Hallo Herr B, wie soll ich Ihr Stichwort “Metaphysik” in die japanische Lebensweise übertragen?! Wir leben hier in einem Kaiserreich, in dem die Kunstszene buddhistischen, shinto-istischen und christlichen Idealen folgt. Eine höchst religiös agierende, teilweise abergläubische, Inselbevölkerung mit Seiner Kaiserlichen Majestät Kaiser Naruhito und Ihrer Kaiserlichen Majestät Kaiserin Masako an der Spitze. Seine Kaiserliche Majestät (Tennō Heika) ist das Oberhaupt des Shinto-ismus, dem Ausländer nicht beitreten können. Für den kritisch-denkenden Künstler leider nicht erklärbar, ergo ein seelisches Dilemma.

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Gefangenensein im kritischen Bewusstsein, sensibilisiert durch zahlreiche “unsoziale Aktionen” in den letzten 40 Jahren. In diesem Zeitraum reibt sich die Soziale Plastik am Tenno-tum. Herr B, während er in Japan ausstellte, offenbarte speziell in diesem spirituellen Kontext seine Ignoranz gegenüber seinem freundlichen Gastland. When attitude becomes plastic. Aus diesem Grunde habe ich, als rational denkendes Wesen, hier in Japan meine Probleme. Was nicht bedeutet, sich nicht anpassen zu können. Ganz im Gegenteil. Und deshalb nenne ich mich japanischer Künstler, wobei die Übersetzung “Künstler in Japan” adäquater ist.
Identitätssuche? Fehlanzeige.
Ambiguitätstoleranz? Ja.

天皇、日本文化の象徴、2019年1月1日
Emperor of Japan, Symbol of Japanese Culture, 1st January 2019
https://art-culture.world/articles/emperor-of-japan-tenno-symbol-of-japanese-culture/

I love Japan, and Japan loves me.
In diesem Geben und Nehmen, transzendenten Schwebezustand bewege ich mich nun seit 40 Jahren in Japan.
Während dieser Zeit konnte ich verwundert feststellen, dass die Sozialisation der JapanerInnen, also die Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifischen materiellen und sozialen Umwelt, in Richtung Konservatismus ging. Seit dem Kriegsende, salopp gesagt, bestimmt immer die gleiche konservative Partei die Zukunft dieses Landes. Ein progressives Denken in der Bevölkerung fehlt vollkommen. Erst der Druck von “Aussen”, veranlasst ein Umdenken, eine Aktualisierung der Gesetze, eine Humanisierung am Arbeitsplatz.
Beinahe tagtäglich, befinde ich mich in der Situation, den Sinn der eigenen Tätigkeit zu hinterfragen. Welche Werke, welche Arbeiten können dazu beitragen, diesem Land, meinem Land, etwas Positives, Weiterbringendes zu geben, zu zeigen? Im Kopf der Betrachterin, des Betrachters, der RezipientInnen etwas auszulösen, was lebensweisend sein könnte? An Ideale glaubend. Während gleichzeitig in Deutschland, mit aller Selbstverständlichkeit, die Grünen an der politischen Macht sind und für die Gesellschaft neue, der Umwelt nützliche, Wege weisen.
Dies interessiert niemanden in Japan, das eher auf sein wirtschaftlich-militärisches Bündnis mit den USA fokussiert ist.
Ebenso befürwortet die USA den Atomstrom in Japan, sodass im Jahre 2021 weiterhin alte japanische AKWs hochgefahren werden. Ausserdem propagiert Japan für seine japanischen Konzerne den Bau von AKWs im Ausland, siehe Beispiel Türkei.
Das Fukushima Desaster bewirkte, veranlasste mich, die Grünen-Bewegung + die Erfahrungen in Deutschland während Tschernobyl in meine neue Werkgruppe “The Situation is under control” zu integrieren.

亜真里男9
Okuda
SEALDs・リデモスの創設者 奥田愛基
SEALDs・リデモスの創設者 奥田愛基 SEALDs, Re:DEMOS founder OKUDA Aki
das als komment
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2012年8月17日、国会前「ATOMKRAFT? NEIN DANKE」(原子力?おことわり)」+国民の声
https://marioa.com/works/mario-a-亜-真里男-atomkraft-nein-danke-原子力?おことわり/

In diesem Sinne hatte Herr B intuitiv, einen direkten Einfluss auf meine Arbeiten zwischen 2011 und 2016.

Zurück auf Null. Reset. Geistige Selbständigkeit. Independence of mind. Zuviel Wissen blockiert die Kreativität. Zuviel Bewusstseinserweiterung und mentales, kritisches Denken in Japan verhindern eine pro-stress Attitude im Kontext der künstlerischen Freiheit. Provokation um der Provokation willen bringt dich in Japan nicht weiter, sondern würde dich in ein Nischendasein katapultieren, in die kulturelle Untergrundszene, wo dein Einfluss auf die Gesellschaft schwinden würde. In diesem Falle würde der erweiterte Kunstbegriff direkt in die dunkle, soziale Plastik-Abfalltonne landen.

Besserwisserei-Attitude à la B kommen in Japan nicht gut an. Das Harmoniebedürfnis scheint Vielen wichtiger zu sein, als die direkte Kritik, die oft als “oh, dann magst Du Japan nicht” missinterpretiert wird. Diese Erfahrungen im privaten Leben als auch im öffentlichen Leben prägen. Veranlasst, nach anderen Wegen zu suchen, um ans gutgemeinte Ziel zu gelangen. In manchen Bereichen ähnelt Japan heute der BRD der 80er Jahre. Bio-Brot. Gender-debatte. Heirat. Single-dasein. Frauen am Arbeitsplatz. Verhütung. Gleichgeschlechtliche Ehe. Nonkonformismus. Schulerziehung. Wohn-WG. Modediktatur. Und und und…
40 Jahre Zeitverschiebung. Versuchen, stillschweigend die Balance im Privaten und Beruflichen zu halten. Die Zwänge im lokalen kulturellen Eco-system, so gut es geht, aufzubrechen, um auf sich aufmerksam zu machen. Kalkulierte Risiken können nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn der/die KünstlerIn ein respektierter Teil des Kunstbetriebes geworden ist. Dazu braucht es Ausdauer, Aneignung der Sprache, Feingefühl, Sensibilisierung bezüglich der Probleme von KuratorInnen, GaleristInnen, KünstlerInnen, KritikerInnen, JournalistInnen. Des weiteren bedarf es einer, von allen akzeptierten, Methodik der “Kunstproduktion”, die die lokalen Normen nicht zersetzen, sprengen.
Darüber hinaus bedeutet Soziale Plastik in Japan mit konservativen Kunstströmungen konkurrieren zu müssen. Auch im Jahre 2021. Künstlergruppen wie NITTEN, Malerei von IllustratorInnen, Kreative im Anime Genre, Hierarchien mit Maestro-Gebärden,… und und und… eine weitaus komplexere Kunstwelt als in Deutschland existiert in Japan, wobei der Staat, die Stadt oder die Präfektur mit Fördergeldern flankierend zur Seite stehen. Ergo, bleibt sozialpolitische Kunst, wie die Meinige, wegen dieser Steuergelder aussen vor.

Politischer Aktivismus des Herrn B. Seine einzige Möglichkeit in die Kunstgeschichte eingehen zu können. Genau genommen, hat er nach Dada, Performances der Futuristen und Surrealisten nichts radikal Neues hinzugefügt. Ob ein Apfel von ONO Yoko oder eine Banane von Maurizio Cattelan dem erweiterten Kunstbegriff Genüge leisten, spielt keine Rolle. Die Dadaisten besässen das geistige Urheberrecht.

Aktivismus, basierend auf persönlicher Lebenserfahrung. Herr B log eine gut klingende Geschichte dem Publikum vor. Ehefrau Eva begleitete diesen fake B Mythos. B traf sich später noch mit seinen ehemaligen Wehrmachtssoldaten.

ソーシャル・プラスチック 5
ソーシャル・プラスチック 5

Bei B spüre ich keine (Selbst) Kritik.

ソーシャル・プラスチック 10
ソーシャル・プラスチック 10
ソーシャル・プラスチック 7
ソーシャル・プラスチック 7
ソーシャル・プラスチック 8
ソーシャル・プラスチック 8

Im Gegenteil, ich zitiere:
Beuys war ohne „Skrupel“ in der Hitler Jugend, das bekannte er selbst. Dass er sich nicht nur freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, sondern sich gleich für zwölf Jahre verpflichtet hat und damit Berufssoldat wurde, war nicht bekannt. Es ist evident, dass damit eine latente Akzeptanz des NS-Regimes sowie von Militarismus im Allgemeinen verbunden gewesen sein musste. Dass sich in seinem direkten Umfeld so viele alte Nazis befanden, war auch nicht bekannt. Keiner hat sich je für die Rassismusforschungen seines Schwiegervaters Hermann Wurmbach interessiert, der NSDAP- und SA-Mitglied sowie stellvertretender Gaudozentenführer war.

Beuys sah es nicht als Manipulation an, die Hitler Jugend – Uniform getragen und in Reih und Glied gestanden zu haben. Er habe sich damals „frei und unabhängig“ gefühlt. Beuys, der auch sagte, es als „moralisch richtige Entscheidung“ empfunden zu haben, freiwillig an Hitlers Vernichtungskrieg teilzunehmen. Auch nach dem Untergang des „Dritten Reichs“ war Beuys von der Sonderrolle der Deutschen in der Weltgeschichte überzeugt.
https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article116296415/Das-ist-voelkische-Diktion-in-Reinkultur.html

In diesem Kontext habe ich mit der Werkgruppe ROBERTO (Roma-Berlin-Tokyo, 2004), im Vergleich zu Herrn B, ein radikaleres Statement, weiterbringendes Gesamtkunstwerk meinem Japan zur Verfügung gestellt. Ich musste in meiner Familiengeschichte nicht weit suchen. Deutscher Grossvater im Russlandfeldzug, Stalingrad, 1947 Rückkehr aus sowjetischer Gefangenschaft, deutscher Vater in der Hilterjugend, italienischer Grossvater bis ans Lebensende Mussolini-Fan, italienischer Partner meiner Mutter Kriegssoldat in Albanien. Vater meiner japanischen ex-Frau kämpfte als Soldat in China, später mit ex-Kameraden jährliche Besuche des ultra-nationalistisch gefärbten Yasukuni-Schreines in Tokyo.
Die Gründe des Faschismus kommen in meinem Werk, anders als bei Herrn B, ungefiltert, ohne Legendenbildung, zum Vorschein. Nicht zu vergessen, dass ich meinen Wehrdienst bei der Flugwaffe “pflichtgemäss” ableistete. Für japanische KünstlerInnen klingt dies alles sehr abstrakt.

ムッソリーニ ミヅマアートギャラリー
亜 真里男「Mussolini」2004年、ミヅマ アートギャラリー
亜 真里男・ミヅマアートギャラリー
亜 真里男「Mussolini」2004年、ミヅマ アートギャラリー

Ein kritisches Hinterfragen der japanischen Künstler YOKOYAMA Taikan 横山大観 und Leonard Tsuguharu FOUJITA レオナール・嗣治・フジタ in Bezug auf den gelebten Faschismus folgten. Ein Thema, das in Japan nur mit der Pinzette angetastet wird, – sich stumm stellen heisst auch hier die Devise.

日独伊三国同盟ファシズム:横山大観とベニート・ムッソリーニ
Fascism Axis Japan-Germany-Italy: Nihonga Painter YOKOYAMA Taikan and Benito Mussolini
https://art-culture.world/articles/fascism-axis-japan-germany-italy-nihonga-painter-taikan-yokoyama-and-benito-mussolini/

藤田嗣治、ロベール・デスノス、藤田ユキ、藤田君代. レジスタンス 対 戦争犯罪人. Robert Desnos, Tsuguharu Foujita, Youki Foujita, Kimiyo Foujita. Résistance vs War Criminal
藤田嗣治、ロベール・デスノス、藤田ユキ、藤田君代. レジスタンス 対 戦争犯罪人. Tsuguharu Foujita, Robert Desnos, Youki Foujita, Kimiyo Foujita. Résistance vs War Criminal.

新作 「ロベール・デスノス、藤田嗣治、藤田ユキ、藤田君代。レジスタンス 対 戦争犯罪人。」
New Work “Robert Desnos, Tsuguharu Foujita, Youki Foujita, Kimiyo Foujita. Résistance vs War Criminal.”
https://art-culture.world/articles/tsuguharu-foujita-youki-foujita-kimiyo-foujita-robert-desnos-resistance-vs-war-criminal/

Wie erkläre ich dem toten Künstler die neuen Bilder? Wie kann ich im Jahre 2021 den Ergebnissen eines “artistic practice” die dazugehörigen, die damit verbundenen IDEEN-RÄUME anfügen?
Asien, Afrika, Amerika, Europa etc…, neue post-moderne, durchaus gegensätzliche, Strömungen buhlen um die Hoheit des Absolutismus im Kunstbetrieb. Der “gläserne Mensch” (siehe China, USA, Russland) hat die Kontrolle über sein Privatleben längst verloren. So auch der/die KünstlerIn, der/die Angst haben muss, entweder verhaftet, oder zensiert zu werden. Politisches Asyl und Immigration wären die Alternativen.
Da der, vom Westen oktroyierte Kunstkanon umgeschrieben werden muss, stehen wir nun vor dem Dilemma, nicht mehr existente Kunstströmungen (inkl. Problem des Avantgardebegriffes), sondern, die Resultate von individuellen Kunst-Praktizierenden aus aller Länder katalogisieren zu müssen. Die Zahl der KünstlerInnen verdoppelt sich jedes Jahr. Besorgniserregend, deshalb lässt sich meiner Meinung nach ein universeller Konsens in Sachen “Neuer Kunstkanon” niemals finden. Zu stark sind die Ideen-räume von divergenten, lokalen, sozialpolitischen Machstrukturen infiltriert, deformiert, von Moralvorstellungen und religiösen Werten geprägt. Dies verhindert, ein unabhängiges, für die ganze Menschheit verständliches, “Manifest der freien Kunst” global zuzulassen. Überspitzt formuliert: Kann Plastik die Welt verändern? Nein.

ソーシャル・プラスチック 4
ソーシャル・プラスチック 4