ベニスに行きましょう!嶋田美子+ブブ・ド・ラ・マドレーヌがメイン展示「In Minor Keys」@ アルセナーレ Let's go to Venice! Yoshiko Shimada + BuBu de la Madeleine in "In Minor Keys" @ Arsenale

(右) 嶋田美子とブブ・ド・ラ・マドレーヌ |  (右) 嶋田美子とブブ・ド・ラ・マドレーヌ @ ベニス・ビエンナーレ 2026年
(右) 嶋田美子とブブ・ド・ラ・マドレーヌ @ ベニス・ビエンナーレ 2026年

嶋田美子+ブブ・ド・ラ・マドレーヌがベニス・ビエンナーレで作品群を発表する姿を見られて、なんて素晴らしい瞬間でしょう!アーティストとしてのキャリアにおけるこの輝かしい成功、心からお祝い申し上げます!

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https://www.instagram.com/shimada_bubu/

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コヨ・クー(Koyo Kouoh)は、現代美術界で最も影響力のあるキュレーターの一人でしたが、2025年5月10日に57歳で急逝しました。
彼女は2026年のベニス・ビエンナーレのメイン展覧会(In Minor Keys)をキュレーションする初の黒人女性に任命されたばかりでした。

お勧め記事:
Koyo Kouoh’s Death and the Politics of the Silent Black Subject
As In Minor Keys opens at the Venice Biennale, what will the absence of its first Black female curator mean for its reception?
https://ocula.com/magazine/opinion/koyo-kouoh-death-politics-black-venice-biennale/

コヨ・クーの旦那はスイス人Philippe Mall。

Philippe Mall
Philippe Mall

そのほかに、日本語や英語ではなく、ドイツ語で書かれた専門的な記事:

ベニス・ビエンナーレの審査員が意見の対立を受けて辞任
Biennale-Jury in Venedig tritt nach Streit zurück
Niklas Maak 02.05.2026
Es ist ein trauriges Charakteristikum der diesjährigen Kunstbiennale von Venedig, die Ende der kommenden Woche eröffnet, dass im Vorfeld mehr Menschen darüber sprechen, was dort alles nicht stattfinden soll, als darüber, was stattfindet. Es begann mit dem Aufruf von 200 Künstlern und Kuratoren, Israel wegen des Gaza-Kriegs zu boykottieren. Danach sagte Südafrika seine Teilnahme ebenfalls wegen eines Gaza-Streits ab, dann erklärte die Jury, die die Silbernen und die Goldenen Löwen zu vergeben hat, sie werde sowohl Israel als aus das auf Einladung des Biennale-Präsidenten Buttafuoco wieder teilnehmende Russland bei der Preisvergabe nicht berücksichtigen, denn Künstler aus Ländern, deren Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof mit Vorwürfen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit konfrontiert seien, könnten aus Sicht der Jury keine Preise bekommen.
Damit waren vor allem Israel und Russland gemeint, aber wenn Iran (wegen der blutigen Niederschlagung der Proteste durch das Regime), die Vereinigten Staaten (wegen des eindeutig völkerrechtswidrigen Angriffs auf Iran)  oder Saudi-Arabien (Einsatz von Knochensägen)  noch rechtzeitig angezeigt worden wären, hätte die Jury auch Künstler aus diesen Ländern nicht bedenken dürfen.
Ein Versöhner zwischen Juden und Arabern wird gecancelt
Belu-Simion Fainaru, der Künstler, der als Beitrag Israels gezeigt wird, erklärte, dass niemand aus der Jury mit ihm vorher gesprochen habe, und dass er, obwohl in Israel lebend, vielleicht nicht die Position Netanjahus oder Smotrichs vertrete. Dass er einer der vielen liberalen Menschen in Israel sein könnte, die Aussöhnung mit den Palästinensern erträumen und anerkennen, dass die Siedler im Westjordanland auch nach israelischem Recht Verbrechen begehen; und dass man, wenn der Krieg je enden soll, auf beiden Seiten Menschen wie Fainaru braucht, der seit drei Jahrzehnten jüdische und arabische Künstler zusammenbringt – all das war der Jury egal.
Er kommt aus Israel, er kriegt keinen Preis. Diese Argumentation zeigt, wie heruntergekommen Teile der Kunstszene sind, die einerseits mit unendlichen Wortgirlanden und großer Differenzierungswut das Recht auf individuelle heteronormative Lebensgestaltung verteidigen und jede Form von klischeehafter Verallgemeinerung als faschistisch anprangern – aber dann alle Menschen wegen ihrer Herkunft etwa aus Israel über einen Kamm scheren und so genau die unversöhnlichen Frontstellungen aufbauen, die sie anderswo so bitterlich beklagen.
Jetzt ist die Jury nach Protesten gegen ihren Protest geschlossen zurückgetreten. Man muss ihr keine Träne nachweinen. Eine Publikumsjury soll jetzt zwei Löwen vergeben. Aber vielleicht braucht die Biennale sie auch gar nicht. Goldene Löwen gab es ohnehin nicht immer, erst 1986 wurden sie bei der Kunstbiennale eingeführt, nachdem dort alle Preise für Kunst in Folge der Studentenproteste 1968 abgeschafft worden waren. Der Vorwurf damals: Preise für Kunst seien per se bourgeois und faschistisch.


ブッタフオコ:ベニス・ビエンナーレの会長は誰ですか?
Buttafuoco: Wer ist Venedigs Biennale-Präsident?
By Karen Krüger

Als der Biennale-Präsident Pietrangelo Buttafuoco einmal von einem Reporter gefragt wurde, ob er Muslim sei, antwortete der 2015 zum Islam konvertierte Schriftsteller und Journalist: „Ich bin Sarazene.“ Als er ein anderes Mal gefragt wurde, ob er Faschist sei, antwortete der für seine rechtsgerichtete Prägung bekannte Intellektuelle: „Ich bin etwas anderes.“
Buttafuoco zeigt sich gern als Nonkonformist, der sich nicht um übergeordnete Interessen schert – und hat die 61. Kunstbiennale in ein riesiges ethisches und organisatorisches Chaos gestürzt. Obwohl noch nicht einmal eröffnet, ist sie Schauplatz eines diplomatischen Streits und einer rechten Fehde. Am Donnerstag trat die Jury zurück. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden abgesagt, die traditionellen Löwen abgeschafft. Die Preise werden am Ende der Schau vom Publikum vergeben.
Mit Buttafuocos Stimme beginnen viele Italiener den Tag. Man hört sie von Montag bis Freitag, wenn er im öffentlich-rechtlichen Radiosender Rai Uno ab 6.50 Uhr durch seine zehnminütige Kultursendung „Lupus in Fabula“ führt. In jeder Episode stellt er ein literarisches Werk vor, das den Hörern Interpretationsansätze für persönliche oder politische Erfahrungen geben soll – „Der Graf von Monte Christo“, „Krieg und Frieden“, „Reise ans Ende der Nacht“. In den vergangenen Tagen hat Buttafuoco vor allem Titel präsentiert, in denen es um Freundschaft, Treue oder den schmerzhaften Wandel persönlicher Beziehungen ging; Goethes „Wahlverwandtschaften“ waren darunter und Andersens „Die Schneekönigin“. Man kam nicht umhin, in der Auswahl einen Bezug zu seiner persönlichen Situation zu sehen. Er hatte zuletzt so gut wie jeden gegen sich aufgebracht – abgesehen von Putin und Italiens Russlandversteher Matteo Salvini natürlich.
Er schreibt Romane, aber ohne Esoterik oder Hobbits
Im März 2024 ernannte Italiens rechtsgerichtete Regierung Buttafuoco zum Leiter der ältesten und größten Kulturausstellung der Welt. Meloni holte den ehemaligen Funktionär der Fronte della Gioventù, der Jugendorganisation der rechtsextremistischen Partei Movimento Sociale Italiano (MSI), der sie auch selbst angehörte, als ideologische Wunderwaffe in die Lagune. Die Biennale ist immer das Herzstück von Italiens angeblich von Linken dominierten Kunstesta­blishments gewesen.
Mit Buttafuoco als Biennale-Direktor und Beatrice Venezi als Musikdirektorin des Opernhauses La Fenice sollte Venedig die Hauptstadt des kulturellen Melonismus werden, von der Impulse für einen kulturellen Rechtsruck ausgehen. Doch Buttafuoco ist kein Rechter, der über Tolkien oder Hobbits oder Sonnenwellen und esoterische Riten redet, wie etwa Italiens Kulturminister. Er hat beachtete Romane geschrieben, war 2006 Finalist beim bedeutenden Literaturpreis Campiello und stand mehreren Theatern als Direktor vor. Und er hat schon immer gern für Überraschungen gesorgt.

Kulturschaffende, die ihn als Intellektuellen und Menschen schätzen, aber seine politischen Überzeugungen nicht teilen, sehen in ihm eine Art rechtsdrehenden Anarchisten, der sich weder der Geschichte noch einer Partei verpflichtet fühlt. „Für mich ist er Italiens Céline“, sagt ein Angehöriger der Verlagswelt, der nicht namentlich zitiert werden möchte: „Buttafuoco ist das Gegenteil eines Technokraten und viel zu lebendig im Kopf, um eine Biennale zu leiten.“
Erste Irritationen gab es bald. Anders als Meloni wohl erwartet hatte, tat Buttafuoco nichts, was nur der Pflege ihres oder seines Gartens der Macht diente. Er nahm Ernennungen vor, die auf Kompetenz und nicht auf Parteizugehörigkeit oder Vetternwirtschaft beruhen. Buttafuoco sei „ein kluger Faschist“, urteilte deshalb „La Stampa“. Genauso wenig hatte Italiens Kulturministerium sich offenbar ausgerechnet, wie ernst der Zweiundsechzigjährige die per Satzung festgelegte Autonomie der Biennale-Stiftung nehmen würde und wie er ihre Rolle als Instrument der Freiheit interpretiert.

Entgegen der offiziellen Linie der Regierung, die seit Beginn des russischen Angriffskrieges an der Seite Selenskyjs steht, und entgegen auch der Haltung der EU lud Buttafuoco Moskau ein, sich wieder in Venedig zu präsentieren. Für Meloni muss die Nachricht wie die Ankündigung eines bevorstehenden Kometeneinschlags gewesen sein. Buttafuoco sollte die Biennale für sie zum Strahlen bringen, aber nicht mit Russland als wieder aufgehende Sonne.
Niemandem ist es gelungen, Buttafuoco zu überzeugen, von der russischen Teilnahme abzusehen. Auch die Ankündigung der EU, Mittel in Höhe von 2 Millionen Euro zu streichen, bewirkte nichts. Weder der Protestbrief, der von 22 Außen- und Kulturministern und der Ukraine unterzeichnet wurde, noch der Widerstand aus Rom brachten ihn dazu, auch nur Millimeter von der Wiedereröffnung des Pavillons abzurücken.
Buttafuoco – so berichten diejenigen, die ihn gesprochen haben – sei vielmehr überzeugt, die von ihm geleitete Institution vor politischem Druck schützen zu müssen. Seine Biennale solle ein Raum für Dialog und Austausch sein, der trotz der Nähe der Pavillons zu den Regierungen über politische Konflikte hinausweisen könne: „Alle Länder, die sich derzeit im Krieg befinden, werden hier in Venedig vertreten sein. Alle.“

Buttafuoco, geboren und aufgewachsen in Catania, studierte Philosophie und arbeitete zunächst als Buchhändler, bevor er anfing, bei rechten Zeitschriften und „Il Secolo d’Italia“, der damaligen Zeitung des rechtsextremen MSI, zu arbeiten. Von deren rechtspopulistischer Rhetorik hat er sich seitdem entfernt.  Der Rechten warf er vor, in Bezug auf Migranten zu demagogisch zu sein. Ihren traditionellen Ideen blieb er aber treu, wobei seine Heimat Sizilien einen zentralen Platz in seinem Denken einnimmt. Seine Konversion zum Islam hat er als eine Geste der Versöhnung mit der Geschichte der Insel als Knotenpunkt zwischen Orient und Okzident erklärt. „Die Identität Siziliens ist islamisch“, schrieb er und bat darum, fortan Giafar al-Siqilli (Giafar der Sizilianer) genannt zu werden. Der Name ist eine Hommage an Giafar al-Kalbi, Emir von Sizilien zwischen 998 und 1019.

Kuckucksuhren, Russland und Orson Welles
In Italien wird das Beharren Buttafuocos von nicht wenigen als kulturpolitischer Akt bejubelt, der die „Doppelmoral“ der EU bei Kriegsverbrechen anprangere. Eine Bitte der F.A.S. um ein Interview lehnte er ab. Weggefährten erzählen, was er antworte, wenn sie vorsichtig fragten, wieso er an der Präsenz Russlands festhalte: Wenn die auf Moskau angewandten Kriterien für alle Teilnehmer gelten würden, bliebe nur der Schweizer Pavillon übrig, und die Biennale „würde zur Kuckucksuhr-Biennale“ werden.
Dass das Unsinn ist, weiß Buttafuoco garantiert genauso, wie ihm bekannt sein dürfte, dass die Kuckucksuhr keine Schweizer Erfindung ist. Dort, wo Kunst ist, muss auch Dialektik sein, lautet einer seiner Glaubenssätze, und das meint er, wenn er sich auf Orson Welles’ Witz in „Der dritte Mann“ bezieht: „In Italien gab es dreißig Jahre lang unter den Borgias Kriege, Terror, Morde und Gemetzel, aber daraus gingen Michelangelo, Leonardo da Vinci und die Renaissance hervor. Was ist in der Schweiz in fünfhundert Jahren ruhigen Lebens und Friedens dabei herausgekommen? Die Kuckucksuhr.“
Italiens Kulturminister Alessandro Giuli, ein Schüler und vormals enger Freund Buttafuocos, hat dessen Haltung scharf kritisiert. Der Einweihung des neuen Zentralpavillons blieb er fern und kündigte an, auch nicht zum Biennale-Auftakt zu kommen. Stattdessen schickte Giuli In­spektoren zur Überprüfung der Bücher der Biennale-Stiftung in die Lagune. Der Rücktritt der Jury scheint in unmittelbaren Zusammenhang mit diesem Besuch zu stehen.
Sollten Unregelmäßigkeiten gefunden werden, könnte die Institution unter Zwangsverwaltung gestellt und Buttafuoco noch vor Beginn der Kunstausstellung entthront werden. Zu Beginn der Woche wurde schon die umstrittene Dirigentin Bea­trice Venezi, ebenfalls eine enge Freundin Buttafuocos, von der Regierung fallen gelassen. Gut ein Monat nach dem verlorenen Referendum scheint es bei der Regierung Meloni ums Überleben zu gehen. Was nicht vorzeigbar oder zu umstritten ist, muss damit rechnen, aussortiert zu werden. Und mit Buttafuoco wird die Biennale immer mehr zu einer Blamage.


各国パビリオンの展示作品に関する英語の説明、、、日本館の説明も含まれています。

Across memory, movement, and material, “home” emerges as something constantly evolving. A reflection on belonging shaped by diaspora, transformation, and cultural continuity.

Through sound, myth, and storytelling, the pavilion reimagines a landscape shaped by loss. A powerful reflection on memory, ecology, and resilience through collective imagination.

A dreamlike landscape where human, animal, and nature merge in constant flux. An immersive reflection on vulnerability, coexistence, and fragile ecosystems.

A powerful, immersive insulation reflects on loss, displacement, and resilience. Art becomes a vessel for preserving cultural memory.

An immersive environment where gestures of care activate the work itself. Blurring art and life, the pavilion explores invisible systems of support.

A provocative installation explores how digital media reshapes desire, perception, and the body. Where technology, sexuality, and science collide in a speculative future.

A transformed pavilion becomes a bunker-like space reflecting rising fears and self-preservation. A powerful meditation on isolation, security, and the limits of openness.

Painting unfolds as a living act: spilling, shifting, and transforming in real time. A space where the sacred and the everyday quietly merge.

A multi sensory “wind scape” transforms the pavilion into a space of sound and movement. An immersive reflection on nature, perception, and forces beyond human control.

A dreamlike installation unfolds through sound, performance, and shifting narratives. An invitation to navigate uncertainty through imagination and transformation.


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ここに載せた写真、文章やスクリーンショットは、すべて「好意によりクリエーティブ・コモン・センス」の文脈で、日本美術史の記録の為に発表致します。
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